Herr Lalithakumar Subramaniam

Eidg. dipl. Koch

laith

Ein kleiner Einblick in das Leben von Herr Subramaniam

Ich bin in Sri Lanka aufgewachsen, zusammen mit drei Schwestern und zwei Brüdern. Mein Vater war tätig als Ingenieur in einer Papierfabrik und meine Mutter war Hausfrau. Als Junge hatte ich den Traum, Arzt zu werden, aber leider haben die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse dies verunmöglicht.

Im Februar 1989 kam ich nach Schweiz und stellte ein Asylgesuch.

Arbeiten und Deutsch lernen

Ich hätte gerne eine Ausbildung gemacht, aber das Asylverfahren hat sehr lange gedauert und ich wusse nicht, ob ich da bleiben kann oder nicht. Deshalb habe ich viel Zeit verloren. Meine Frau und meine zwei Kinder lebten damals noch in Sri Lanka und ich musste Geld verdienen. Sie sind erst drei Jahre später gekommen.

Meine erste Arbeitsstelle hatte ich im Restaurant Mövenpick als Casserolier. Dort arbeiteten sehr viele Ausländer und alle sprachen Englisch. Ich spreche gut Englisch und hatte deshalb keine Probleme, mich zu verständigen. Ich wollte aber Deutsch lernen. Ich habe gedacht: '' Wenn ich hier in der Schweiz lebe, will ich verstehen, wie das Land ist, wie die Leute sind.'' Deshalb habe ich die Stelle gewechselt und bin im Restaurant gegangen, wo alle nur Schweizerdeutsch sprachen. Am Abend nach der Arbeit habe ich einen Deutschkurs besucht.

Ein Berufsdiplom

Vor elf Jahren bin ich ins Altersheim Rebwies in die Küche gekommen. Ich hatte weiter Deutschkurse besucht. Denn ich hatte ein Ziel: Das schweizerische Koch- Diplom. Das Problem war die Zeit: Ich hatte wenig Zeit und wenig Geld, um eine Schule zu besuchen. Erst als meine Frau auch zu arbeiten begann, hatten wir etwas mehr Geld und ich konnte die Berufsschule besuchen. Natürlich war ich der Aelteste in der Klasse. Aber das war kein Problem für mich. Ich denke sehr gerne an diese Zeit zurück. Meine Diplomarbeit hatte das Thema: ''Die Bedeutung des Essens für alte Menschen im Altersheim Rebwies in Zollikon''. Als Koch wollte ich wissen, was den Gästen im Altersheim wichtis ist: die Menge und das Aussehen des Essen, Qualität der Produkte, die Art der Zubereitung, die Zusammenstellung des Menus und der Abwechslungsreichtum. Im Frühling 2000 habe ich die Abschlussprüfung mit Erfolg abgeschlossen. Ich war der erste Tamile in der Schweiz mit Koch- Diplom.

Wenn ich Arzt geworden wäre, würde ich helfen, dass kranke Menschen gesund werden. Jetzt koche ich gesundes Essen für ein gesunden Leben. Das ist das Gleiche, einfach in einer anderen Form. Ich bin sehr zufrieden.

Restaurant Zum weissen Schwan und Ich

Mein grösster Wunsch nach meiner abgeschlossenen Berufslehre war, einen eigenen Gastronomiebetrieb zu haben. Nach langer suche fand ich mein grosser Glück mit dem Restaurant Zum weissen Schwan. Im 2006 übernahm ich das Restaurant und fing an zu Führen, Leiten und auch selber zu Kochen. Die meisten Besucher sagen mir: '' Sie kochen besonders Speziell!, Es ist sehr schmackhaft gewürzt!'' Solche Worte halten mich für lange zeit Glücklich und mir macht es ein riesen Spass die Gäste mit einem feinem Essen zu bereichern.

Kommen Sie doch auch mal vorbei! Sie werden es bestimmt nicht bereuen.

Lalithakumar Subramaniam.